Jahresversammlung in Münster

An Pfingsten ware es wieder so weit: Die Jahresversammlung der deutschen Sektion von Amnesty International stand an – im benachbarten Münster.

Von Freitag bis Montag waren wir von der Hochschulgruppe hauptsächlich als Orga-Team dieser Großveranstaltung im Einsatz.

Am Anmeldetisch durften wir fast allen 500 TeilnehmerInnen persönlich „Hallo“ sagen und mit Namensschildern, Informationen und Stimmkarten versorgen.

IMG_5301Neben neuem Informations- und Aktionsmaterial, netten Gesprächen, vielen alten und auch neuen Gesichtern, haben wir auch verschiedenen Themen diskutiert und abgestimmt, die für Amnesty International Deutschland in den nächsten Jahren zentral sein sollen.

1) Die stärkere Beschäftigung mit dem Thema Menschenrechte in der digitalen Welt. Als zentral wurde hier der bessere Schutz der Privatssphäre betont.

2) Der Schutz von Flüchtlingen und Migranten.

„Die europäischen Staats- und Regierungschefs müssen auf ihrem Gipfel im Juni einen Richtungswechsel einleiten und in ihrer Flüchtlingspolitik den Schutz von Menschen und nicht von Grenzen in den Mittelpunkt stellen“,

forderte Oliver Hendrich, Vorstandssprecher von Amnesty International Deutschland.

Die Einstufung von Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien als sichere Herkunftsstaaten lehnt Amnesty entschieden ab.

3) Als einen Arbeitsschwerpunkt für das nächste Jahr legten wir eine Kampagne gegen Folter fest. Nach Recherchen von Amnesty wird auch 2014 in mindestens 79 Staaten gefoltert.

Ein Höhepunkt der Jahresversammlung war schließlich auch die Öffentliche Aktion, die von der Asylgruppe Münster organisiert wurde. Unter dem Motto „Münster liegt am Mittelmeer“, bildeten wir 500 Delegierte von Amnesty die europäischen Außengrenzen am Münsteraner Hafen. Fünf Boote mit ankommenden Flüchtlingen nahmen wir an den Grenzen auf. Ein Symbol an die europäischen Regierungen, Flüchtlinge aufzunehmen und zu schützen und sogenannte „Push Backs“ zu verhindern.

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