„Der Weg eines Flüchtlings“ – Interaktiver Vortrag am 02.12.2015

Warum verlassen Menschen ihr Heimatland? Was erleben die Flüchtlinge auf ihrer gefährlichen Reise nach Europa? Wir in Deutschland können uns schlecht vorstellen, wie so eine Flucht aussieht. In einem interaktiven Vortrag soll der Weg von Syrien nach Deutschland aus einer subjektiven Perspektive geschildert werden.

Datum: 2. Dezember 2015 Ort: Universität Osnabrück, Raum 11/214 (Schloss)

Flyer-AI-gelb-001

Hörsaal Flashmob 02.02.2015

Am 02.02.2015 sind wir dem Beispiel der Münsteraner Hochschulinitiative gefolgt und haben einen Professor entführt. Und nein, es ging dabei nicht, um einen Scherz, um Lösegeldforderungen oder gar darum, eine drohende Klausur zu verhindern. Nein. Dieses Vorhaben sollte vielmehr Aufmerksamkeit dafür gewinnen, dass auch heute noch im 21. Jahrhundert, Staaten oder quasistaatliche Organe Menschen verschwinden lassen, um unter anderem Angst zu verbreiten und politische Gegner auszuschalten. So ist es auch in dem von uns ausgewählten Einzelfall von Prageeth Eknaligoda (https://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2015/1/sri-lanka-prageeth-eknaligoda) geschehen. Bei dieser Aktion ist auch ein kleines Video entstanden. Also seht selbst:

Fest der Kulturen am 21.09.14

2014-09-21 18.18.48

Unter dem Motto „SOS Europa“ waren wir von der Hochschulgruppe gemeinsam mit der Osnabrücker Amnesty International Gruppe am Sonntag mit einem Stand auf dem Osnabrücker Fest der Kulturen vertreten.

Die Aktion: wir haben mit großer Unterstützung von Jung und Alt gemeinsam über 100 Flüchtlingsboote gebastelt, die symbolisch an den Grenzen unserer Europakarte die Flüchtlinge aufgenommen haben. Mit dieser Aktion setzen wir uns dafür ein, dass die Bundesregierung mehr für den Flüchtlingsschutz in Europa und Deutschland einsetzt. Dazu gehört auch, Schutz suchende Familien in Deutschland aufzunehmen, anstatt mit deutscher Hochtechnologie Mauern, Zäune und Überwachungskameras an den EU-Außengrenzen aufzurüsten.IMG_2969

Darüber hianus haben wir uns im Rahmen der Amnesty-Kampagne „Stop Folter“ Unterschriften für drei Fälle von Folter in Nigeria, den Phillipinen und in Usbekistan gesammelt.

2014-09-21 18.26.46

Jahresversammlung in Münster

An Pfingsten ware es wieder so weit: Die Jahresversammlung der deutschen Sektion von Amnesty International stand an – im benachbarten Münster.

Von Freitag bis Montag waren wir von der Hochschulgruppe hauptsächlich als Orga-Team dieser Großveranstaltung im Einsatz.

Am Anmeldetisch durften wir fast allen 500 TeilnehmerInnen persönlich „Hallo“ sagen und mit Namensschildern, Informationen und Stimmkarten versorgen.

IMG_5301Neben neuem Informations- und Aktionsmaterial, netten Gesprächen, vielen alten und auch neuen Gesichtern, haben wir auch verschiedenen Themen diskutiert und abgestimmt, die für Amnesty International Deutschland in den nächsten Jahren zentral sein sollen.

1) Die stärkere Beschäftigung mit dem Thema Menschenrechte in der digitalen Welt. Als zentral wurde hier der bessere Schutz der Privatssphäre betont.

2) Der Schutz von Flüchtlingen und Migranten.

„Die europäischen Staats- und Regierungschefs müssen auf ihrem Gipfel im Juni einen Richtungswechsel einleiten und in ihrer Flüchtlingspolitik den Schutz von Menschen und nicht von Grenzen in den Mittelpunkt stellen“,

forderte Oliver Hendrich, Vorstandssprecher von Amnesty International Deutschland.

Die Einstufung von Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien als sichere Herkunftsstaaten lehnt Amnesty entschieden ab.

3) Als einen Arbeitsschwerpunkt für das nächste Jahr legten wir eine Kampagne gegen Folter fest. Nach Recherchen von Amnesty wird auch 2014 in mindestens 79 Staaten gefoltert.

Ein Höhepunkt der Jahresversammlung war schließlich auch die Öffentliche Aktion, die von der Asylgruppe Münster organisiert wurde. Unter dem Motto „Münster liegt am Mittelmeer“, bildeten wir 500 Delegierte von Amnesty die europäischen Außengrenzen am Münsteraner Hafen. Fünf Boote mit ankommenden Flüchtlingen nahmen wir an den Grenzen auf. Ein Symbol an die europäischen Regierungen, Flüchtlinge aufzunehmen und zu schützen und sogenannte „Push Backs“ zu verhindern.

IMG_5317

Amnesty International auf dem Afrikafestival 2014

Am Wochenende waren wir von der Hochschulinitiative gemeinsam mit der Osnabrücker Gruppe von Amnesty auf dem Afrikafestival mit einem knallgelben Stand vertreten.Mit Petitionslisten und der eigens entworfenen Schablone für unsere Jutebeutuel-Malaktion im Gepäck haben wir unter dem Motto der Amnesty-Kampagne „Liebe ist kein Verbrechen“ auf die Problematik der Verfolgung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Intersexuellen und Transgender auf dem afrikanischen Kontinent aufmerksam gemacht.

IMG_20140531_131224 IMG_20140531_164510

In 36 afrikanischen Ländern stehen gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen bzw. Beziehungen unter Strafe, in vier dieser Staaten wird dafür die Todesstrafe verhängt – eine Verletzung des Rechts auf Freiheit und Leben! Tendenzen zur immer stärkeren Kriminalisierung von LGBTI zeigen, dass dringend Handlungsbedarf besteht, um willkürlichen Verhaftungen, Verfolgungen und Misshandlungen einen Riegel vorzuschieben. Insbesondere haben wir die Situation von LGBTI (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersexuelle) in Kamerun aufgegriffen.

In Kamerun werden durch Artikel 347a des Strafgesetzbuches sexuelle Handlungen unter gleichgeschlechtlichen Personen als Straftat gewertet, die mit bis zu fünf Jahren Gefängnis oder Geldstrafen von bis zu 350 US-Dollar geahndet werden können. Menschenrechtler, die sich gegen die staatliche Willkür zur Wehr setzen, werden Opfer von Verfolgung und Repression. Die mutige Rechtsanwältin Alice Nkom  setzt sich trotz der Verfolgung für die Rechte von LGBTI ein. Sie wurde für ihren Einsatz in diesem Jahr mit dem Menschenrechtspreis von Amnesty International ausgezeichnet.

Für das Afrikafestival haben wir von der Hochschulgruppe die Schablone „Liebe ist kein Verbrechen“ entworfen, die ein Herz aus Vögeln zeigt. Für uns ist dies ein starkes Symbol für die Freiheit jeder Liebe.

Die Schablone ist hier zum Download verfügbar.Schablone Liebe ist kein Verbrechen

Anleitung: Dokument im DIN A4-Format auf einer Folie (Overheadfolie z.B.) ausdrucken und die schwarzen Bereiche mit einem scharfen Skalpell freihand oder bei geraden Linien mit einem Stahllineal ausschneiden.

 

 

 

Das von uns erstellte Plakat findet ihr hier: Afrikakarte

Und zum Schluss noch ein paar Eindrücke von unserer Malaktion!

IMG_20140531_164304                        PENTAX DIGITAL CAMERA

One Billion Rising – Ein Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen weltweit

Im Rahmen des internationalen Aktionstags „One Billion Rising“ am 14.02. wurde auch in Osnabrück auf dem Nikolaiort getanzt, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen weltweit zu setzen. Laut einer Studie der Vereinten Nationen werden etwa 1 Milliarde (one billion) Frauen in ihrem Leben Opfer von Gewalt. Wir nahmen diesen Aktionstag zum Anlass, uns mit einer Petitionsliste für die Freilassung von einer Frau in Usbekistan einzusetzen.

PENTAX DIGITAL CAMERADilorom Abdukadirova verbüßt derzeit eine Haftstrafe von 18 Jahren in Usbekistan. Sie hatte am 13. Mai 2005 auf dem Babur-Platz in Andischan, einer Stadt im Südosten Usbekistans, an einer Demonstration teilgenommen. Damals versammelten sich Hunderte von Menschen, um ihrer Sorge um die Wirtschaft des Landes Ausdruck zu verleihen. Die Behörden bezeichneten die Versammlung jedoch als bewaffneten Aufstand. Sicherheitskräfte eröffneten das Feuer auf die zumeist unbewaffneten Demonstrierenden. Dabei wurden Hunderte Personen getötet, darunter auch Frauen und Kinder.

Dilorom wurde im März 2010 des Versuchs angeklagt, die verfassungsgemäße Ordnung zu stürzen. Wir sehen Dilorom allerdings als gewaltlose politische Gefangene und fordern daher ihre Freilassung!

Innerhalb einer Stunde kamen am Freitag etwa 90 Unterschriften zusammen. Wir hoffen, dass sich möglich bald etwas im Fall Diloroms bewegen wird!PENTAX DIGITAL CAMERA

Briefmarathon 2013

1483380_628188083884912_597665460_n

Auch im Dezember 2013 beteiligte sich die Amnesty Hochschulinitiative Osnabrück wieder voller Freude an dem Briefmarathon anlässlich des Tages der Menschenrechte (10. Dez.).

Mit Hilfe eines Infostandes und zahlreichen Klemmbrettern klärten wir Passanten am Nikolaiort über die Besonderheit des Tages, Menschenrechte im Allgemeinen und die einzelnen Fälle des Briefmarathons auf.

In ca. 2 Stunden sammelten wir so 265 Unterschriften.

Die Briefe wurden dann bei einer gemütlichen Weihnachtsfeier eingetütet und in die jeweiligen Länder geschickt.

Über den weiteren Verlauf der Aktion, d.h. evtl. Haftverbesserungen/Freilassungen werden wir euch hier informieren.  Weitere Informationen gibt es auch auf: http://www.amnesty.de/2013/11/28/briefmarathon-dein-brief-kann-leben-retten

 

Hier ein paar Zahlen für die Statistik – unser Ergebnis der Briefmarathon-Sammelaktion 2013:

  • MIRIAM LÓPEZ AUS MEXIK  O: 67 Unterschriften
  • DREI „BOLOTNAYA-GEFANGENE“ AUS RUSSLAND: 27 Unterschriften
  • DR. TUN AUNG AUS MYANMAR: 40 Unterschriften
  • JABEUR MEJRI AUS TUNESIEN: 41 Unterschriften
  • BADIA EAST IN NIGERIA: 37 UnterschriftenTdMR 10.12.2013 (2)TdMR 10.12.2013 (4)

Abschlussveranstaltung zur Ausstellung „Unsichtbare Opfer“ mit Vortrag

„Casa Tochan“ – so heißt eine Herberge für TransmigrantInnen in Mexiko-Stadt. Nadja Barrientos hat dort als Freiwillige gearbeitet und wird mit ihrem Vortrag Einblicke in die Probleme und Gefahren dieser Reise durch Mexiko geben, aber auch die verschiedenen zivilen und kirchlichen Hilfsangebote für die TransmigrantInnen vorstellen.
Hunderttausende MigrantInnen aus Mexiko und verschiedenen zentralamerikanischen Staaten begeben sich jährlich auf die gefährliche Reise in Richtung USA. Auf Güterzügen sind sie oftmals einen knappen Monat in Mexiko unterwegs. Auf ihrer Reise werden die MigrantInnen häufig Opfer von Überfällen, Entführungen, und insbesondere mehr als die Hälfte der Frauen, die durch Mexiko migrieren, werden Opfer von Vergewaltigung.

Casa Tochan Mexiko

Termin: 27.11.2013 um 20 Uhr s.t. in Raum 15/212. Der Eintritt ist wie immer frei.

Die Ausstellung „Unsichtbare Opfer – Migrantinnen und Migranten auf ihrem Weg durch Mexiko“ kann noch bis einschließlich Donnerstag, den 28.11.13 im 2.Stock des Osnabrücker Schlosses besucht werden.

Las Patronas – Ein Vortrag zur Ausstellung “Unsichtbare Opfer: Migrantinnen und Migranten auf ihrem Weg durch Mexiko”

0Neben vielen traurigen Geschichten wird in der Ausstellung auch die hoffnunggebende Unterstützung thematisiert, die Migrant*innen von Seiten engagierter Menschen auf ihrem Weg durch Mexiko bekommen. Ein solches Projekt ist ‚Las Patronas‘ – ein dutzend gläubige Frauen, die den Namen ihres Dorfes, ‚La Patrona‘ (die Schutzheilige) beim Wort genommen haben. Täglich fahren hier mehrere Züge voller Migrant*innen vorbei und täglich kochen die Frauen mehrere hundert Portionen Essen, verpacken es und reichen es den Menschen auf die Züge. Und das obwohl sie dafür aus ihrem Dorf angefeindet werden. Lisa Doppler hat die Patronas besucht und wird in dem Vortrag mit Fotos und Filmausschnitten über diese mutigen Frauen erzählen.

Der Vortrag findet am 20.11.2013 in 11/212 (Schloss) statt, Eintritt ist frei. Die Ausstellung kann noch bis zum 29.11.2013 jeweils Montag bis Freitag von 8:00 bis 22:00 besucht werden.

Unsichtbare Opfer – Ausstellungseröffnung

1234237_752870788060124_1528450411_nDie Amnesty International Hochschulgruppe Osnabrück lädt zur Eröffnung der Fotoausstellung „Unsichtbare Opfer“ ein.

Gezeigt werden Bilder vom Weg von Migrantinnen und Migranten aus Zentral- und Südamerika durch Mexiko. Auf ihrer Reise werden Tausende Opfer von Schlägen, Unfällen, Entführung, Vergewaltigung und Mord. Ihre Leben und ihr Tod
bleiben weitgehend verborgen und viele ihrer Schicksale
werden nie erzählt.

Einführung in die Thematik gibt der Film „The Invisibles: Unsichtbare Opfer“, den wir uns mit euch anschauen möchten, bevor wir gemeinsam die Ausstellung erkunden.

Wo und Wann?
Im Schloss am Mittwoch den 6. November um 20 Uhr in der zweiten Etage.