Jahrestreffen der Jugend @ Amnesty in Karlsruhe -Wir waren dabei !

 

Von rechts nach links: Nergiz und Lara

(Lara)Mit zwei Mitgliedern der Hochschulgruppe waren wir am letzten Novemberwochenende auf dem Jahrestreffen der Amnesty-Jugend in Karlsruhe. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Generalsekretär Markus Beeko, der gerade frisch aus Kolumbien eingeflogen war. Zwischen der Wahl der neuen Jugendvertreter, zahlreichen Berichten über vergangene Aktionen und der Abstimmung über den Aktionsplan für das Jahr 2018, hatten wir ausreichend Zeit uns mit jungen Aktivisten aus ganz Deutschland zu vernetzen. Als Höhepunkt der Veranstaltung fanden sich nach einem sehr interessanten Workshop zum Thema „Rüstung, Wirtschaft und Menschenrechte“ alle 200 Teilnehmer zu einer eindrucksvollen Straßenaktion zur Stärkung der Menschenrechte zusammen. Nach der dritten Plenarsitzung und der Verkündung der Wahlergebnisse war das sehr intensive, aber auch sehr inspirierende Wochenende dann auch schon wieder zu Ende. Wir freuen uns schon auf das Jahrestreffen im Mai 2018 und hoffen, das ein oder andere Gesicht dort wiederzusehen.

Amnesty grüßt die Erstis

Anlässlich des Semesterbeginns waren wir mit einem Stand in der Osnabrück Halle und haben unsere Initiative vorgestellt um die neuen Erstis zu begrüßen. Von Filmeabenden zum Thema Menschenrechte über Aktionen in der Stadt bis zu Urgent Actions und Briefe gegen das Vergessen erklärten wir euch gerne alles über im Allgemeinen und unserer Arbeit in der Hochschulgruppe. Wer weiterhin Interesse an unserer Arbeit hat ist herzlich eingeladen zu unseren zweiwöchigen Treffen donnerstags im Gebäude des ASTA (Alte Münze 12, 49074 Osnabrück) zu kommen.

Von rechts nach links :Alex,Julia, Esra ,Annemarie und Nergiz.Mit dabei,aber nicht abgebildet :Marina

Menschenrechte machen Schule

Osnabrück, Montag der 12. Juni, 7:40 Uhr. Es ist ein grauer Morgen und nur langsam setzt sich das Licht des anbrechenden Tages gegen die schwermütige Dunkelheit der Nacht durch. Alle Studierenden liegen standesgemäß im Bett und bereiten sich mental auf ihre erste Vorlesung um 13:30 Uhr in der Mensa vor. Alle Studierenden? Nein! Eine kleine Gruppe tollkühner Menschenrechtsaktivistinnen (Nergiz, Max und Danielle) trotzt mutig den süßen Lockrufen kuscheligem Liegenbleibens und trifft im Lehrerzimmer des Gymnasiums in der Wüste auf Frau Bartholomaei. Von dort aus sind es nur wenige Schritte in die Räume der 9. Klasse, wo es einen mehr oder weniger sehr spontan zusammengestellten Menschenrechtsworkshop (*hust*) zu halten gilt.

In dessen Rahmen erstellen die Schüler kurze Szenen an denen Menschenrechtsverletzungen deutlich gemacht werden sollen. Von hingabevoll verpackt bis direkt auf den Punkt kommend („Chef, krieg ich bitte Urlaub?“ „Nein“ „Aber das ist mein Menschenrecht“ „Okay, frag mich in 2 Jahren nochmal“ ) ist alles dabei. Dabei sind auch alle beim anschließenden Briefeschreiben, was unsere Gruppe sehr gefreut hat. So kann es passieren, dass unsere mutigen Aktivistinnen auch nächstes Jahr wieder gerne den Gefahren eines grauen Morgens trotzen, um am Gymnasium in der Wüste mit den Schülern zu arbeiten!

Amnesty Jahresversammlung 2017 in Hannover – Wir waren dabei!

Wie jeder Verein trifft sich auch Amnesty Deutschland e.V. jedes Jahr um Vereinsangelegenheiten zu bereden. Das besondere bei Amnesty? Neben den Wahlen eines neuen Vorstands und der Besprechung der Budgetplanung ist die Jahresversammlung (JV) gefüllt mit engagierten Menschenrechtsaktivisten aus allen Altersgruppen. Insbesondere trifft man bei der JV auf die Amnesty-Spezialisten der Länder- und Themenarbeit. So kann man zwischen den formelleren Diskussionen im großem Plenum Vorträge und Einzelgespräche beispielsweise über Öffentlichkeitsarbeit, Völkerstrafrecht oder die aktuelle Menschrechtslage in Kolumbien nach Beginn des Friedensprozess wahrnehmen. Die JV ist jedes Jahr ein großartiges Event bei dem man nicht nur mehr von Amnesty, sondern vor allem tolle Menschen kennen lernt und wieder trifft!

Von links nach rechts: Carl, Max, Nergiz und Jasper. Mit dabei, aber leider nicht abgebildet: Julia und Paul!

Öffentliche JV – Aktion zum CSD

Nicht eine weniger!

(Frede) Am Dienstag den 09. Mai hatten wir Mariel Távara Arizmendi aus Lima in Peru als Referentin in Osnabrück zu Gast. Mariel ist eine peruanische Psychologin und Frauenrechtsaktivistin und war unter anderem an der Initiierung und Koordinierung der Bewegung „Ni una menos“ beteiligt. Der Abend stand unter dem Titel Frauenrechte in Peru und hatte den Fokus auf sexuellen und reproduktiven Rechten. Wir haben uns sehr über das große Interesse an den Themen gefreut und dürfen stolz verkünden, dass 65 Menschen die Veranstaltung besucht haben.

Mariel hat zunächst einen kurzen Überblick über die generelle gesellschaftliche Situation in Peru gegeben, um dann genauer auf Frauenrechte vor Ort einzugehen. Sie prangerte an, dass es immer noch sehr wenig und schwachen Rechtsschutz für Opfer sexueller Gewalt gebe und beschrieb mehrere schwere Fälle sexueller Gewalt gegen Frauen, woraufhin sich in Peru am 13. August 2016 viele Frauen zusammenfanden, um für ihre Rechte auf die Straße zu gehen. Unter anderem fordern die peruanischen Frauen die Legalisierung von Abtreibungen, die momentan nur erlaubt sind, wenn die Schwangerschaft das Leben der Mutter gefährde. Und selbst in diesen extremen Fällen werde nicht immer eine Abtreibung durchgeführt, wie Mariel berichtete. Mariel hob besonders hervor, dass die Bewegung „Ni una menos“ nicht von irgendeiner höheren Instanz organisiert worden war sondern von den betroffenen Frauen selber ausging. So waren auch in den ersten Reihen der Demonstration Frauen vertreten, die direkt von sexueller Gewalt betroffen waren.

Darüber hinaus gab Mariel noch einen kleinen Überblick über die Zwangssterilisationen, die während der Diktatur von Alberto Fujimori in den 1990er Jahren vor allem an indigenen Frauen durchgeführt wurden.

Abschließend präsentierte sie ein Video von einer der friedlichen Demonstrationen der Bewegung „Ni una menos“, die von der peruanischen Polizei mit Wasserwerfern beantwortet wurde. Daran an schloss sich eine interessante und angeregte Diskussion über die angesprochenen Themen und Probleme.

Wir sind Mariel für ihren Vortrag sehr dankbar und auch dem Publikum für das rege Interesse!

Ein Link zu „ni una menos“: http://niunamenos.com.ar/

 

 

Eine Welt systematischer Benachteiligung von Frauen

Der Weltfrauentag soll als weltweites Event daran erinnern, dass Frauen in eigentlich allen Gesellschaften der Welt mit dem Männern nicht gleichgestellt sind. Seien es bloße Stereotypen bei der Berufswahl mit denen ihnen vor allem besser bezahlte Positionen verwehrt bleiben oder systematische Unterdrückung bis hin zur häuslichen Gewalt oder Ehrenmorden: Die Etablierung der Frauenrechte gegen diese Art der Ungerechtigkeit ist ein globales Projekt von unabdingbarer Notwendigkeit.

Unser Info in der Mensa war ein kleiner Beitrag zu diesem Projekt, soll aber keineswegs darüber hinwegtäuschen, dass Frauenrechte nicht nur einmal jährlich im Rampenlicht unserer Bemühungen stehen sollten.

Briefmarathon 2016

Briefmarathon bedeutet jedes Jahr weltweiten, besonders intensiven Einsatz für eine kleine Zahl von Einzelfällen. Hintergrundinformationen zu den diesjährigen Fällen findet man hier. Besonders viele Unterschriften erhält man dort, wo besonders viele Menschen sind und besonders viele Menschen findet man dort, wo es was zu essen gibt. Mit unserem Stand in der Schloß-Mensa erhielten wir jeweils 45 Appellschreiben (insgesamt also 225) zu den Fällen:

  1. Annie Alfred,
  2. Mahmoud Abu Zeid,
  3. Eren Keskin,
  4. Ilham Tohti und
  5. Edward Snowden

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Menschen bedanken, die sich am 9.12 und überhaupt im Rahmen des Briefmarathons für die Menschenrechte eingesetzt haben und hoffen, dass in den Entwicklungen der diesjährigen Fälle bald positive Nachrichten aufkommen.

„WEISST DU, ICH GLAUBE, IHR MÜSST ALLE

IRGENDWIE ZIEMLICH VERRÜCKT SEIN, LIEBENSWERT, AUFRECHT,

UNBEGREIFLICH UND TOTAL VERRÜCKT. ABER SONST GANZ NORMAL“

(Ehemaliger politischer Gefangener aus Südamerika über Amnesty)

 

 

Schüler für die Menschenrechte

Wahnsinnig gefreut hat es uns, als uns folgende Nachricht aus der Klasse 10c der Realschule Westerkappeln erreichte:

„[…]Wir beschäftigen uns im Politikunterricht mit den Menschenrechten. Ich habe mit einem Mitschüler ein Referat über diese Organisation gehalten. Unsere Klasse hat große Interesse gefunden und wir fragen uns, ob es möglich wäre, ein aktives Mitglied Eurer Organisation in unserem Umfeld zu uns einzuladen. Wir würden uns sehr über einen Besuch freuen um mehr über Amnesty zu lernen.“

Eine Woche später am 17.11 fanden wir uns jeweils in der 3.,4. und 5. Stunden vor den drei zehnten Klassen wieder. Vor einem sehr interessierten Publikum hielten wir einen Vortrag über die Arbeit von Amnesty und unseren persönlichen Zugang dazu. Das hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir uns gerne dazu bereit erklärt haben nach dem etwas theoretischen Einstieg auf Anfrage der Schüler  eine Woche später am 24.11 gleich wieder zu kommen und eine Urgent Action mit den jungen Menschenrechtsaktivisten durchzuführen. Insgesamt 52 Briefe für die Freilassung der Aktivistin Maria Chin Abdullah wurden dabei von den Schülern verfasst.

schuelerWir möchten uns bei den 10. Klassen und ihrer engagierten Politiklehrerin Frau Franke herzlichst bedanken für die 2 tollen Tage gemeinsamer Menschenrechtsarbeit und hoffen mit ihnen, dass Maria bald frei kommt!

 

Erstsemesterbegrüßung in der Stadthalle

Am Mittwoch, den 19.10.16 haben wir uns auch dieses Jahr wieder bemüht die Neugier möglichst vieler Erstsemestler auf die Amnesty Hochschulgruppe zu ziehen. Innerhalb von 2 Stunden waren alle Flyer vergriffen und auch einige Unterschriften für unsere Postkartenaktion zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Schwangeren in Südafrika gewonnen.

Erstis locken - mit Charme und guten Argumenten!

Erstis locken – mit Charme und guten Argumenten!

Filmreihe der Frauenrechts-AG

Unsere Arbeitsgruppe „Frauenrechte“ organisiert momentan eine Filmreihe. In den vorgestellten Filmen sollen verschiedene Aspekte der geschlechtsspezifischer Diskriminierung von Frauen in unterschiedlichen Ländern vorgestellt werden.

In den letzten beiden Wochen wurden bereits Das Mädchen Wadja und Das Mädchen Hirut gezeigt. Ersterer handelt um ein Mädchen, welches in Saudi-Arabien, um ihr Recht kämpft Fahrrad fahren zu dürfen. Es ist zudem der erste längere Film, der von einer saudi-arabischen Regisseurin gemacht wurde und neben verschiedener Auszeichnungen, wohl auch mit erwirkt hat, das Verbot für Frauen in Saudi-Arabien Fahrrad zu fahren, zu lockern. hirut

„Das Mädchen Hirut“ hingegen basiert auf der Geschichte eines 14 jährigen Mädchens, dass zur Zwangsheirat entführt wurde und in Notwehr ihren Peiniger tötet. Als Konsequenz wird sie des Mordes angeklagt. Doch sie erhält Unterstüzung von Meaza Ashenafi, einer Frauenrechtlerin und Anwältin, die u.a. für den Friedensnobelpreis nominiert wurde.

In den nächsten beiden Wochen, nämlich am 4. und am 11. Mai werden noch zwei weitere Filme gezeigt:

Quelle der Frauen

Nordafrika. Eine alte Tradition sieht vor, dass die Frauen des Dorfes den sehr gefährlichen Weg auf sich nehmen, um zur Wasserquelle zu gelangen. Bei den dabei häufigen Stürzen verlieren Mütter immer wieder ihr Kind. Die Frauen entschließen sich in den Sexstreik zu treten, was ihre Männer nicht begrüßen.QuelleHonor Diaries

Im Namen der Ehre finden weltweit schwere Menschenrechtsverletzungen statt. Im Bezug auf Frauen sind hierbei u.a. Genitalverstümmelung, Zwangsheirat und Vergewaltigung anzuführen. 9 mutige Frauen, die in ihrer Welt, mit derartigen Schrecken zu kämpfen haben, werden in Honor Diaries vorgestellt. Die Dokumentation stellt klar dar, mit welchen Untaten sie konfrontiert werden, zeigt aber auch ihre Stärke und die Erfolge, die sie im täglichen Kampf für sich und für andere Frauen erzielen konnten.

 

Start jeweils 20:00 Uhr c.t.. 15/E10. Kostenlos. Jeder Interessierte ist herzlich willkommen.