Filmreihe der Frauenrechts-AG

Unsere Arbeitsgruppe „Frauenrechte“ organisiert momentan eine Filmreihe. In den vorgestellten Filmen sollen verschiedene Aspekte der geschlechtsspezifischer Diskriminierung von Frauen in unterschiedlichen Ländern vorgestellt werden.

In den letzten beiden Wochen wurden bereits Das Mädchen Wadja und Das Mädchen Hirut gezeigt. Ersterer handelt um ein Mädchen, welches in Saudi-Arabien, um ihr Recht kämpft Fahrrad fahren zu dürfen. Es ist zudem der erste längere Film, der von einer saudi-arabischen Regisseurin gemacht wurde und neben verschiedener Auszeichnungen, wohl auch mit erwirkt hat, das Verbot für Frauen in Saudi-Arabien Fahrrad zu fahren, zu lockern. hirut

„Das Mädchen Hirut“ hingegen basiert auf der Geschichte eines 14 jährigen Mädchens, dass zur Zwangsheirat entführt wurde und in Notwehr ihren Peiniger tötet. Als Konsequenz wird sie des Mordes angeklagt. Doch sie erhält Unterstüzung von Meaza Ashenafi, einer Frauenrechtlerin und Anwältin, die u.a. für den Friedensnobelpreis nominiert wurde.

In den nächsten beiden Wochen, nämlich am 4. und am 11. Mai werden noch zwei weitere Filme gezeigt:

Quelle der Frauen

Nordafrika. Eine alte Tradition sieht vor, dass die Frauen des Dorfes den sehr gefährlichen Weg auf sich nehmen, um zur Wasserquelle zu gelangen. Bei den dabei häufigen Stürzen verlieren Mütter immer wieder ihr Kind. Die Frauen entschließen sich in den Sexstreik zu treten, was ihre Männer nicht begrüßen.QuelleHonor Diaries

Im Namen der Ehre finden weltweit schwere Menschenrechtsverletzungen statt. Im Bezug auf Frauen sind hierbei u.a. Genitalverstümmelung, Zwangsheirat und Vergewaltigung anzuführen. 9 mutige Frauen, die in ihrer Welt, mit derartigen Schrecken zu kämpfen haben, werden in Honor Diaries vorgestellt. Die Dokumentation stellt klar dar, mit welchen Untaten sie konfrontiert werden, zeigt aber auch ihre Stärke und die Erfolge, die sie im täglichen Kampf für sich und für andere Frauen erzielen konnten.

 

Start jeweils 20:00 Uhr c.t.. 15/E10. Kostenlos. Jeder Interessierte ist herzlich willkommen.

Menschenrechtsworkshop beim Diözesanen Weltjugendtag

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Drei sind bei den Süßigkeiten angelangt, die anderen schauen neidisch zu, manche einen halben Raum, manche nur ein paar Schritte entfernt. Lektion gelernt: In unserer Gesellschaft genießen manche ihre Rechte mehr, andere sind benachteiligt. Mit dieser und einer weiteren Übung brachten wir elf Teilnehmern des Diözesanen Weltjugendtags am 20. März 2016 in Osnabrück die Menschenrechte näher.

2016 MR-Workshop 22016 MR-Workshop 1Im Workshop wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vorgestellt und diskutiert. Dann setzten sich die Teilnehmer in einem Rollenspiel der etwas anderen Art mit ihrer Anwendung auseinander: Für jedes Recht, das die jeweilige Rolle genoss, durften sie einen Schritt in Richtung des Süßigkeitenbeutels machen. So genoss am Ende ein Wirtschaftsstudent einen Schokoriegel, während ein Flüchtlingsmädchen und ein arbeitsloser Familienvater auf den hinteren Plätzen landeten.

Das schien Endruck gemacht zu haben. Es unterschrieben viele die Petition für unseren Einzelfall und konnten so sehen, wie man sich für die Menschenrechte stark machen kann. Natürlich gab es zum Schluss für alle Süßigkeiten – Amnesty International setzt sich schließlich für die Menschenrechte jedes einzelnen ein!

Interaktiver Vortrag „Der Weg eines Flüchtlings“


In dieser interaktiven Karte könnt ihr unserer Vortrag noch einmal ansehen. Beim Klicken auf die Marker könnt ihr die entsprechenden Informationen ansehen.

Am 2. Dezember um 20 Uhr begann unser interaktiver Vortrag. Knapp 40 Studierende füllten den Raum.
Unser Vortrag handelte von Ali aus Syrien, der angesichts des Bürgerkrieges, der dort seit 2011 herrscht, sich dazu entschloß sein Heimatland zu verlassen. Er floh über die Türkei nach Griechenland und von dort über Slowenien und Österreich nach Deutschland. Sein eigentliches Ziel war Schweden, aber in Deutschland wurde er aufgeschnappt und landete dann in Osnabrück. In unserem Vortrag ging es überwiegend um die Emotionen und Gedanken der Flüchtlinge. Unser Flüchtling names Ali ist zwar fiktiv, aber dennoch authentisch, da wir auf Berichte und Autobiographien zurückgegriffen haben.

Eingeleitet wurde der Vortrag mit einer kurzen Vorstellung von Amnesty International, unserer Hochschulgruppe und warum sich Amnesty für Asyl einsetzt. Anschließend erfolgte eine Erläuterung, warum die Menschen auf der Flucht sind und ein paar Zahlen dazu. Dann gingen wir auf die Entstehung des Bürgerkrieges und die aktuelle Lage in Syrien ein. Es folgten Ausführungen, wie sich die Flüchtlingswanderungen aus Syrien in den angrenzenden Nachbarstaaten (Israel, Jordanien, Libanon, Irak, Türkei) auswirken. Ali machte sich von Syrien aus zu Fußn auf den Weg in die Türkei und wir berichteten von der Situation vor Ort, über seine Beweggründe weiter über das Mittelmeer nach Griechenland zu fliehen und wie belastend der Weg war. Nachdem er die Situation von Flüchtlingen in Griechenland sah, entschied Ali sich weiterzuziehen. Da die Grenzen zu den Balkanstaaten sehr dicht sind, versteckte er sich in einem LKW, um so nach Österreich zu gelangen. Wir beschrieben, wie belastend die Situation ist, in einem dunklen LKW eingepfercht zu sein. Der LKW wurde allerdings vorher gestoppt und später realisierte Ali, dass er in Slowenien gelandet ist – ein Land, wo er auch keinesfalls bleiben möchte. Von dort nahm er zur Weiterfahrt den Zug und besonders bei der Überquerung der Landesgrenzen musste er aufpassen nicht erwischt zu werden. Nachdem er kurz unaufmerksam geworden ist, wird er in Deutschland aufgeschnappt und gelangte nach Deutschland – genauer gesagt nach Osnabrück. Wir haben abschließend nochmal zentrale Punkte des Asylbeschleunigungsgesetzes (11.11.) erläutert und was sich für Niedersachsen geändert hat.

In der abschließenden Diskussions- und Fragerunde gibt es überwiegend um Möglichkeiten, wir wir den Flüchtlingen in Osnabrück helfen können. Dabei konnten vom Publikum viele Beispiele genannt werden (z.B. FreiZeit für Flüchtlingskinder, CommYOUnication, Café International, Flüchtlingshilfe Rosenplatz, Lichtpaten, Campus ohne Grenzen).

Insgesamt lief der Vortrag sehr gut und wir freuten uns über die rege Beteiligung.

Die Präsentation als Download

„Der Weg eines Flüchtlings“ – Interaktiver Vortrag am 02.12.2015

Warum verlassen Menschen ihr Heimatland? Was erleben die Flüchtlinge auf ihrer gefährlichen Reise nach Europa? Wir in Deutschland können uns schlecht vorstellen, wie so eine Flucht aussieht. In einem interaktiven Vortrag soll der Weg von Syrien nach Deutschland aus einer subjektiven Perspektive geschildert werden.

Datum: 2. Dezember 2015 Ort: Universität Osnabrück, Raum 11/214 (Schloss)

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Hörsaal Flashmob 02.02.2015

Am 02.02.2015 sind wir dem Beispiel der Münsteraner Hochschulinitiative gefolgt und haben einen Professor entführt. Und nein, es ging dabei nicht, um einen Scherz, um Lösegeldforderungen oder gar darum, eine drohende Klausur zu verhindern. Nein. Dieses Vorhaben sollte vielmehr Aufmerksamkeit dafür gewinnen, dass auch heute noch im 21. Jahrhundert, Staaten oder quasistaatliche Organe Menschen verschwinden lassen, um unter anderem Angst zu verbreiten und politische Gegner auszuschalten. So ist es auch in dem von uns ausgewählten Einzelfall von Prageeth Eknaligoda (https://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2015/1/sri-lanka-prageeth-eknaligoda) geschehen. Bei dieser Aktion ist auch ein kleines Video entstanden. Also seht selbst:

Fest der Kulturen am 21.09.14

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Unter dem Motto „SOS Europa“ waren wir von der Hochschulgruppe gemeinsam mit der Osnabrücker Amnesty International Gruppe am Sonntag mit einem Stand auf dem Osnabrücker Fest der Kulturen vertreten.

Die Aktion: wir haben mit großer Unterstützung von Jung und Alt gemeinsam über 100 Flüchtlingsboote gebastelt, die symbolisch an den Grenzen unserer Europakarte die Flüchtlinge aufgenommen haben. Mit dieser Aktion setzen wir uns dafür ein, dass die Bundesregierung mehr für den Flüchtlingsschutz in Europa und Deutschland einsetzt. Dazu gehört auch, Schutz suchende Familien in Deutschland aufzunehmen, anstatt mit deutscher Hochtechnologie Mauern, Zäune und Überwachungskameras an den EU-Außengrenzen aufzurüsten.IMG_2969

Darüber hianus haben wir uns im Rahmen der Amnesty-Kampagne „Stop Folter“ Unterschriften für drei Fälle von Folter in Nigeria, den Phillipinen und in Usbekistan gesammelt.

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Jahresversammlung in Münster

An Pfingsten ware es wieder so weit: Die Jahresversammlung der deutschen Sektion von Amnesty International stand an – im benachbarten Münster.

Von Freitag bis Montag waren wir von der Hochschulgruppe hauptsächlich als Orga-Team dieser Großveranstaltung im Einsatz.

Am Anmeldetisch durften wir fast allen 500 TeilnehmerInnen persönlich „Hallo“ sagen und mit Namensschildern, Informationen und Stimmkarten versorgen.

IMG_5301Neben neuem Informations- und Aktionsmaterial, netten Gesprächen, vielen alten und auch neuen Gesichtern, haben wir auch verschiedenen Themen diskutiert und abgestimmt, die für Amnesty International Deutschland in den nächsten Jahren zentral sein sollen.

1) Die stärkere Beschäftigung mit dem Thema Menschenrechte in der digitalen Welt. Als zentral wurde hier der bessere Schutz der Privatssphäre betont.

2) Der Schutz von Flüchtlingen und Migranten.

„Die europäischen Staats- und Regierungschefs müssen auf ihrem Gipfel im Juni einen Richtungswechsel einleiten und in ihrer Flüchtlingspolitik den Schutz von Menschen und nicht von Grenzen in den Mittelpunkt stellen“,

forderte Oliver Hendrich, Vorstandssprecher von Amnesty International Deutschland.

Die Einstufung von Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien als sichere Herkunftsstaaten lehnt Amnesty entschieden ab.

3) Als einen Arbeitsschwerpunkt für das nächste Jahr legten wir eine Kampagne gegen Folter fest. Nach Recherchen von Amnesty wird auch 2014 in mindestens 79 Staaten gefoltert.

Ein Höhepunkt der Jahresversammlung war schließlich auch die Öffentliche Aktion, die von der Asylgruppe Münster organisiert wurde. Unter dem Motto „Münster liegt am Mittelmeer“, bildeten wir 500 Delegierte von Amnesty die europäischen Außengrenzen am Münsteraner Hafen. Fünf Boote mit ankommenden Flüchtlingen nahmen wir an den Grenzen auf. Ein Symbol an die europäischen Regierungen, Flüchtlinge aufzunehmen und zu schützen und sogenannte „Push Backs“ zu verhindern.

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Amnesty International auf dem Afrikafestival 2014

Am Wochenende waren wir von der Hochschulinitiative gemeinsam mit der Osnabrücker Gruppe von Amnesty auf dem Afrikafestival mit einem knallgelben Stand vertreten.Mit Petitionslisten und der eigens entworfenen Schablone für unsere Jutebeutuel-Malaktion im Gepäck haben wir unter dem Motto der Amnesty-Kampagne „Liebe ist kein Verbrechen“ auf die Problematik der Verfolgung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Intersexuellen und Transgender auf dem afrikanischen Kontinent aufmerksam gemacht.

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In 36 afrikanischen Ländern stehen gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen bzw. Beziehungen unter Strafe, in vier dieser Staaten wird dafür die Todesstrafe verhängt – eine Verletzung des Rechts auf Freiheit und Leben! Tendenzen zur immer stärkeren Kriminalisierung von LGBTI zeigen, dass dringend Handlungsbedarf besteht, um willkürlichen Verhaftungen, Verfolgungen und Misshandlungen einen Riegel vorzuschieben. Insbesondere haben wir die Situation von LGBTI (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersexuelle) in Kamerun aufgegriffen.

In Kamerun werden durch Artikel 347a des Strafgesetzbuches sexuelle Handlungen unter gleichgeschlechtlichen Personen als Straftat gewertet, die mit bis zu fünf Jahren Gefängnis oder Geldstrafen von bis zu 350 US-Dollar geahndet werden können. Menschenrechtler, die sich gegen die staatliche Willkür zur Wehr setzen, werden Opfer von Verfolgung und Repression. Die mutige Rechtsanwältin Alice Nkom  setzt sich trotz der Verfolgung für die Rechte von LGBTI ein. Sie wurde für ihren Einsatz in diesem Jahr mit dem Menschenrechtspreis von Amnesty International ausgezeichnet.

Für das Afrikafestival haben wir von der Hochschulgruppe die Schablone „Liebe ist kein Verbrechen“ entworfen, die ein Herz aus Vögeln zeigt. Für uns ist dies ein starkes Symbol für die Freiheit jeder Liebe.

Die Schablone ist hier zum Download verfügbar.Schablone Liebe ist kein Verbrechen

Anleitung: Dokument im DIN A4-Format auf einer Folie (Overheadfolie z.B.) ausdrucken und die schwarzen Bereiche mit einem scharfen Skalpell freihand oder bei geraden Linien mit einem Stahllineal ausschneiden.

 

 

 

Das von uns erstellte Plakat findet ihr hier: Afrikakarte

Und zum Schluss noch ein paar Eindrücke von unserer Malaktion!

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One Billion Rising – Ein Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen weltweit

Im Rahmen des internationalen Aktionstags „One Billion Rising“ am 14.02. wurde auch in Osnabrück auf dem Nikolaiort getanzt, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen weltweit zu setzen. Laut einer Studie der Vereinten Nationen werden etwa 1 Milliarde (one billion) Frauen in ihrem Leben Opfer von Gewalt. Wir nahmen diesen Aktionstag zum Anlass, uns mit einer Petitionsliste für die Freilassung von einer Frau in Usbekistan einzusetzen.

PENTAX DIGITAL CAMERADilorom Abdukadirova verbüßt derzeit eine Haftstrafe von 18 Jahren in Usbekistan. Sie hatte am 13. Mai 2005 auf dem Babur-Platz in Andischan, einer Stadt im Südosten Usbekistans, an einer Demonstration teilgenommen. Damals versammelten sich Hunderte von Menschen, um ihrer Sorge um die Wirtschaft des Landes Ausdruck zu verleihen. Die Behörden bezeichneten die Versammlung jedoch als bewaffneten Aufstand. Sicherheitskräfte eröffneten das Feuer auf die zumeist unbewaffneten Demonstrierenden. Dabei wurden Hunderte Personen getötet, darunter auch Frauen und Kinder.

Dilorom wurde im März 2010 des Versuchs angeklagt, die verfassungsgemäße Ordnung zu stürzen. Wir sehen Dilorom allerdings als gewaltlose politische Gefangene und fordern daher ihre Freilassung!

Innerhalb einer Stunde kamen am Freitag etwa 90 Unterschriften zusammen. Wir hoffen, dass sich möglich bald etwas im Fall Diloroms bewegen wird!PENTAX DIGITAL CAMERA

Briefmarathon 2013

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Auch im Dezember 2013 beteiligte sich die Amnesty Hochschulinitiative Osnabrück wieder voller Freude an dem Briefmarathon anlässlich des Tages der Menschenrechte (10. Dez.).

Mit Hilfe eines Infostandes und zahlreichen Klemmbrettern klärten wir Passanten am Nikolaiort über die Besonderheit des Tages, Menschenrechte im Allgemeinen und die einzelnen Fälle des Briefmarathons auf.

In ca. 2 Stunden sammelten wir so 265 Unterschriften.

Die Briefe wurden dann bei einer gemütlichen Weihnachtsfeier eingetütet und in die jeweiligen Länder geschickt.

Über den weiteren Verlauf der Aktion, d.h. evtl. Haftverbesserungen/Freilassungen werden wir euch hier informieren.  Weitere Informationen gibt es auch auf: http://www.amnesty.de/2013/11/28/briefmarathon-dein-brief-kann-leben-retten

 

Hier ein paar Zahlen für die Statistik – unser Ergebnis der Briefmarathon-Sammelaktion 2013:

  • MIRIAM LÓPEZ AUS MEXIK  O: 67 Unterschriften
  • DREI „BOLOTNAYA-GEFANGENE“ AUS RUSSLAND: 27 Unterschriften
  • DR. TUN AUNG AUS MYANMAR: 40 Unterschriften
  • JABEUR MEJRI AUS TUNESIEN: 41 Unterschriften
  • BADIA EAST IN NIGERIA: 37 UnterschriftenTdMR 10.12.2013 (2)TdMR 10.12.2013 (4)