Ein überaus eindrucksvoller Vortrag über das Flüchtlingslager Idomeni

Am 06.11.2018 durften wir den Fotografen David Lohmüller, in den Räumlichkeiten unserer Universität in Osnabrück, willkommen heißen. Mit dabei hatte er zahlreiche Bilder, die mehr auszudrücken vermochten, als dies Worte jemals ermöglichen könnten. Neben den ausdrucksstarken Fotos, erzählte er sehr empathisch über seine Zeit in Idomeni, die Projekte und die Freundschaften, welche er geschlossen hatte und brachte überdies auch noch einige Videos mit, die für jeden von uns eine großartige zusätzliche Vermittlung waren, um zu verstehen, wie es innerhalb des Camps, aber auch nachdem Idomeni geräumt wurde, gewesen sein mochte. Die Mitglieder von Amnesty und natürlich auch David Lohmüller selbst, freuten sich vor allem über den zahlreichen Besuch. Den ganzen Vortrag über hörten alle gebannt zu und man spürte förmlich die Emotionen, die durch die sehr hoffnungsvolle bis hin zu sehr traurigen Geschichten, ausgelöst wurden. Der Fotograf David Lohmüller ist zur Zeit in einigen Städten unterwegs. Falls ihr also das Ganze verpasst habt und auch gerne in den Bericht eintauchen wollt, dann informiert euch einfach auf der offiziellen Seite von David Lohmüller. Sowohl auf Facebook, als auch auf Instagram, ist es möglich seinen weiteren Projekten zu folgen, die sich außerhalb des Berichts über Idomeni zutragen und auch zu sehen, wohin es ihn als nächstes vergschlägt, um über Idomeni zu referieren. Im Allgemeinen können wir nur sagen, dass David Lohmüller erfolgreich darlegen kann, was unseren Medien fehlt- nämlich die menschlichen Aspekte. Es lohnt sich wirklich!

Informative Versammlung der Amnesty Stadtgruppe und unserer Hochschulinitiative

Am Montag den 05.11.2018 haben wir ein Plenum mit der Stadtgruppe abgehalten.  Eingeleitet wurde das Plenum somit durch eine kleine Erklärung, was Amnesty genau macht und wie diese Ziele erreicht werden. Als Beispiele wurden die Petitionen, die Brief-Marathons, Aufklärungen in den Schulen sowie Aktionen, wie etwa Filmabende, genannt. Am Ende unterzeichneten die Mitglieder und die Besucher des Amnesty-Plenums einige Petitionen, über die wir zuvor in der Runde sprachen. Eine der Petitionen betraf die Situation im Kongo und die Lage für die dort lebenden Kinder, die häufig sexuell missbraucht werden, oder als Kindersoldaten eingezogen werden. Es ging somit darum, dass in der Petition dazu aufgerufen wurde dagegen anzugehen und die Lebensumstände grundlegend zu verändern. Des Weiteren wurde die Situation in Mexiko erwähnt, wo es durch ein Netz von Drogenkartellen, immer wieder zum Verschwinden von Leuten kommt, welche als Menschenrechtler aktiv sind und gegen ungerechtes Verhalten der Mitglieder dieser Bündnisse von Drogenbanden vorgehen.Häufig kommt es dabei auch zum Tod dieser Aktivisten.  Im Allgemeinen wurde festgestellt, dass Amnesty mit einigen seiner Vorgehen schon eine Menge erreichen konnte, was neben der Freilassung von Personen, die sich für Menschenrechte einsetzen, auch das Spenden von Trost betrifft. Falls du auch mehr bewegen willst und ein Teil des Ganzen sein willst, schau doch auch einfach mal bei unseren Plenen vorbei. Auf unserer Facebook Seite findest du heraus, wann genau diese stattfinden. In Zukunft werden wir auch versuchen mehr Plenen abzuhalten, die im Zusammenhang mit denen der Stadtgruppe abgehalten werden. Sei dabei!

Die Mitgleiderkonferenz am 20./21. Oktober in Duisburg

Yvonne mit Idil Eser

Die erst zweite Mitgliederkonferenz von Amnesty International in Deutschland feierte mit der Wahl ihres Veranstaltungsortes das 50-Jährige Bestehen der Duisburger Amnesty-Gruppe. Ein weiteres Ereignis, welches geehrt wurde, waren das 70. Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Für diesen Zweck versammelten wir uns zu einer öffentlichen Aktion vor dem Duisburger Theater, zu deren Anlass Generalsekretär Markus N. Beeko eine Rede hielt. Auf Plakate gedruckt, hielten wir die Menschenrechte hoch.

Ein weiteres Highlight war der Vortrag von Ídil Eser zur aktuellen Lage in der Türkei, in welchem sie auch von ihrem letzten Zusammentreffen mit Taner Kiliç nach seiner Freilassung berichtete. Besonders wichtig war ihr, dass wirniemals glauben dürften, wir seien allein mit unserer Meinung. Auch dürften wir nicht persönlich werden, um niemanden abzuschrecken, sondern müssten für die Sache selbst eintreten und auf die sichtbaren Ungerechtigkeiten hinweisen, um uns Gehör zu verschaffen.

Die EU- Abgeordnete Barbara Lochbihler hielt einen Vortrag zum Thema „10 Jahre Menschenrechtsarbeit im EU-Parlament – ein Rückblick“. Sie ging auf die Themen Waffenexporte, Drohneneinsatz, Rechtsruck seit der letzten Europawahl 2014, das Flüchtlingsabkommen und die Überarbeitung der Anti-Folter-Verordnung der EU 2016 ein. Kritik äußerte sie unter anderem daran, dass eher die Flüchtlinge als die Schmuggler bekämpft würden. Ein Defizit sei auch das Nichtvorhandensein einer Beschwerdestelle bei EU Menschenrechtsverletzungen.

Durch eine Auswahl an verschiedenen Impulsvorträgen, Workshops und die verschiedenen Stände des Basars, hatte man die Möglichkeit, sich in ganz unterschiedliche Themen fortzubilden. Darunter informierte die TheKo Queeramnestyzu Menschenrechtsverletzungen an Intersexuellen und Trans*Menschen und die TheKo Menschenrechte im digitalen Zeitalter zu den Entwicklungen seit den Veröffentlichungen von Snowden. Außerdem wurden Kampagnen und Aktionen 2019, die Nutzung von sozialen Medien und Vereinskultur besprochen und es fanden Treffen des AK Asyls statt.

Mit etwa 250 Teilnehmern, besonderen Gästen und einem allgemeinen Interesse an den verschiedenen Themen und daran sich untereinander weiter zu vernetzen, war es eine gelungene Mitgliederkonferenz.

 

Amnesty Jahresversammlung in Papenburg 2018

Vom 19.06. bis zum 21.06. waren wir auf der Jahresversammlung in Papenburg unterwegs. Ein Mitglied aus unserer Gruppe reiste schon einen Tag früher an. Im Forum Alte Werft, wo die Plenen stattfinden sollten, trafen wir uns dann letztendlich alle. Außerdem erhielten wir dort unser Namensschild und weitere Materialen, um vollstens informiert zu sein. Des Weiteren unterschrieben wir einige Petitionen, welche auslagen und machten ein Foto mit der vorhandenen Fotomaschine, um ein Zeichen für das Nadeem Zentrum für die Rehabilitierung von Opfern von Gewalt und Folter in Kairo zu setzen, welches im Februar 2017 geschlossen wurde. Die Fotowand, an die schon einige andere Leute ihre Bilder gehangen hatten, sollte später den Leuten des Nadeem Zentrum überreicht werden, die sich mehr als 20 Jahre für die Behandlung von Opfern von Folter und Gewalt einsetzten, sowie sich um die Dokumentation von Folter durch die Hand ägyptischer Sicherheitskräfte gekümmert hatten. Auch wir verewigten uns auf der Wand mit der Aufforderung: #ReopenNadeem ! Am Samstagabend gab es abschließend noch ein „Konzert für Menschenrechte“, wo Judith Holofernes in der Kesselschmiede Papenburg auftrat.

Am nächsten Tag (Sonntag) gingen wir alle zu verschiedenen Workshops. Wie beispielsweise, über Russland im Zuge der Weltmeisterschaft 2018 und zu einer Veranstaltung von Queeramnesty über die Situation der LGBT-Gesellschaft in Honduras. In der Veranstaltung über Russland sprachen wir über das Misstrauen, welches die Regierung seit 2012 gegen sämtliche Vereine hegt und besonders diejenigen, die sich selber organisieren. Überdies sprachen wir über Gesetze in Russland, welche besagen, dass „schwulen Propaganda“ vermieden werden sollte, wozu sogar die Regenbogenflagge zählt. Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2018 in Russland, gingen wir auf die zur Weltmeisterschaft herrschenden strengeren Regeln ein, um dort eine Demonstration überhaupt organisieren zu können, welche von der Regierung damit begründet werden, „dass ein friedlicher Ablauf nicht gestört werden soll“. Ebenfalls sprachen wir die Blockierung des Instant-Messaging-Dienst Telegram durch russische Behörden, sowie die Festnahme des Menschentrechtlers Oyub Titiev (mehr zu Oyub Titiev: https://www.amnesty.de/mitmachen/petition/oyub-titiev-verfolgt-wegen-menschenrechtsarbeit ). Herr Fanck, welcher der Leiter des Workshops war, sprach auch über bestimmte Projekte, wie beispielsweise, den Deutschen Fußball-Bund mehr über die Probleme in Russland zu informieren. Wir konnten viele Informationen sammen und erhielten im Nachhinein auch noch viele Informationen via E-Mail.

Auch der Workshop von Queeramnesty war sehr aufschlussreich und zugleich schockierend. Dort wurde über die Diskriminierung der LGBT-Gesellschaft in Honduras gesprochen. Zu Besuch war Shirley Mendoza, die sich in ihrer Heimat Honduras, aber auch in Zentralamerika gegen die Diskriminierung von LGBT-Personen einsetzt und nun auch in Deutschland versucht, auf das Thema Aufmerksam zu machen. Sie erzählte uns auch, dass sie in Honduras durch ihren Einsatz für die Menschenrechte oft nur knapp mit dem Leben davongekommen war. Somit ging sie auf die LGBT-Gesellschaft in Honduras, aber auch auf ihren eigenen Lebensweg ein. Zum Schluss wurde uns eine Dokumentation aus Honduras mit dem Titel „In meinen High-Heels“ (Spanisch: „EN MIS TACONES“: https://www.youtube.com/watch?v=H5qosnhhXAw) gezeigt, der über Transpersonen in Honduras berichtet. Am Ende lagen Petitionen zum Thema aus, die wir natürlich unterschrieben.

Des Weiteren gab es noch einen Workshop über die Türkei in dem über den endgültigen Prozess von Taner Kılıç am 21. Juni gesprochen wurde und einen Workshop über die aktuelle Lage in Palästina.

Von links nach rechts( Julia, Alex, Yvonne und Nergiz)

Am Montag besuchten wir noch die abschließenden Plenen und machten uns dann wieder, mit vielen Informationen im Gepäck, auf den Weg nach Osnabrück. Im Allgemeinen hat uns die Jahresversammlung in Papenburg sehr gut gefallen und wir freuen uns auf die Nächste !

Erfolgreiche Schulvorträge !

Von rechts nach links : Anastasia, Annemarie und Nergiz

(Anastasia)Ein sonniger Morgen, wir fahren mit dem Bus zur Realschule Westerkappeln. Frau Franke hat uns eingeladen, damit wir vor ihren Schülern von unserer Tätigkeit berichten. Wir haben Präsentation fertig und einen kleinen Vortrag über „Amnesty International “ vorbereitet. Aber wie es sich später herausstellt, werden wir das alles nicht gebrauchen.
Wir stehen da, von den neugierigen Augen angeguckt. Die Frau Franke stellt uns kurz vor und danach kommen die Fragen. „Warum meint ihr, es muss keine Todesstrafe geben?“, „Hat jemand schon eure Rechte verletzt?“, „Warum macht ihr das?“, „Werder ihr häufig beschimpft, wenn ihr die Unterschriften sammelt?“
Manche Fragen sind vorsichtig formuliert, man möchte höflich bleiben, aber die empfindlichen Themen auch nicht umgehen. Der Dialog fließt leicht und lebendig und wir merken erst mit dem Pausengong, dass die Zeit schon um ist.
So dürften wir vor vier Klassen vortragen und das war ein intensiver und produktiver Austausch. Wir bedanken uns bei der Realschule Westerkappeln für die Einladungen und hoffen, dass solche Treffen zu einer guten Tradition werden und viele junge Leute Interesse geweckt hat !

Erfolgreiches Sammeln von Unterschriften in der Mensa Osnabrück zur Freilassung von Taner Kılıç und anderen MenschenrechtsaktivistInnen in der Türkei

Am Mittwoch den 31.01.2018 haben wir in der Mensa der Universität Osnabrück Petitionen unterschreiben lassen, welche  die Freilassung des türkischen Amnesty-Vorsitzenden Taner Kılıç, sowie weiterer MenschenrechtsaktivistInnen, forderte. In der Zeit von 12:00-14:00 sammelten wir so viele Unterschriften, dass am Ende alle Petitionen unterzeichnet worden waren und unsere Gruppe (Annemarie, Marina, Julia) natürlich gänzlich zufrieden die  Mensa wieder verlassen konnte. Im Laufe des Tages erfuhren wir dann, dass Taner Kılıç nach dem derzeitigen Gerichtsprozess endlich wieder freigelassen wurde.

Enttäuschende Nachrichten erreichten uns jedoch am folgenden Tag, da wir von der erneuten Festnahme von Taner Kılıç lasen. Wir hoffen nun, durch die gesammelten Petitionen Druck auszuüben, um zur nochmaligen Freilassung des Menschenrechtlers beizusteuern. Die weiteren MenschenrechtsaktivistInnen befinden sich nicht mehr in Untersuchungshaft, sind aber weiterhin nicht freigesprochen, weshalb wir auch hier erhoffen, durch die Petitionen eine Freilassung zu erzielen.

Wir bedanken uns für die Unterschriften und die zahlreichen Gespräche!

von links: Marina und Julia (nicht zu sehen: Annemarie)

Amnesty-Briefmarathon

Galerie

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Am 13.12.2017, sowie am 19.12.2017 nahmen wir am Amnesty-Briefmarathon, sowie am Verkauf der selbst entworfenen Weihnachtskarten teil. In der Mensa der Universität Osnabrück lagen unsere kreativ gestalteten Postkarten aus, in denen wir Themen wie Weltfrieden, die Situation von Gefangenen in … Weiterlesen

Prozess der AkademikerInnen des Friedens: Bediz Yilmaz berichtet

Am 18. Dezember 2017 organisierte unsere Amnesty Gruppe mit Frau Yilmaz einen interessanten Vortrag über die Türkei im EW Gebäude der Universität Osnabrück. Sie berichtete von der Friedenspetition, die sie im Januar 2016 unterschrieb und in der die Regierung aufgefordert wurde, das harte Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung im überwiegend von Kurden bewohnten Südosten des Landes zu beenden. Im August kam es dazu, dass Bediz Yilmaz auf Grund der Aussprache ihrer Meinung ihren Platz an der Mersin Universität verlor, in der sie seit 2007 als Assistenz-Professorin gearbeitet hatte. Frau Yilmaz erzählte uns auch noch ausführlich von den Geschehen im Südosten der Türkei und wie Leute der ungerechten Vorgehensweise der Regierung auf individuelle Weise entgegentreten. Am Ende wurde eine Diskussion eröffnet, an der sich alle Anwesenden rege beteiligten. Im Allgemeinen war es ein gelungener Vortrag, bei dem am Ende auch wieder einige Petitionen unterschrieben werden konnten.

Wir bedanken uns für den tollen Vortrag von Frau Yilmaz und die Anwesenheit vieler  Leute!

Jahrestreffen der Jugend @ Amnesty in Karlsruhe -Wir waren dabei !

 

Von rechts nach links: Lara und Nergiz

(Lara)Mit zwei Mitgliedern der Hochschulgruppe waren wir am letzten Novemberwochenende auf dem Jahrestreffen der Amnesty-Jugend in Karlsruhe. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Generalsekretär Markus Beeko, der gerade frisch aus Kolumbien eingeflogen war. Zwischen der Wahl der neuen Jugendvertreter, zahlreichen Berichten über vergangene Aktionen und der Abstimmung über den Aktionsplan für das Jahr 2018, hatten wir ausreichend Zeit uns mit jungen Aktivisten aus ganz Deutschland zu vernetzen. Als Höhepunkt der Veranstaltung fanden sich nach einem sehr interessanten Workshop zum Thema „Rüstung, Wirtschaft und Menschenrechte“ alle 200 Teilnehmer zu einer eindrucksvollen Straßenaktion zur Stärkung der Menschenrechte zusammen. Nach der dritten Plenarsitzung und der Verkündung der Wahlergebnisse war das sehr intensive, aber auch sehr inspirierende Wochenende dann auch schon wieder zu Ende. Wir freuen uns schon auf das Jahrestreffen im Mai 2018 und hoffen, das ein oder andere Gesicht dort wiederzusehen.

Amnesty grüßt die Erstis

Anlässlich des Semesterbeginns waren wir mit einem Stand in der Osnabrück Halle und haben unsere Initiative vorgestellt um die neuen Erstis zu begrüßen. Von Filmeabenden zum Thema Menschenrechte über Aktionen in der Stadt bis zu Urgent Actions und Briefe gegen das Vergessen erklärten wir euch gerne alles über im Allgemeinen und unserer Arbeit in der Hochschulgruppe. Wer weiterhin Interesse an unserer Arbeit hat ist herzlich eingeladen zu unseren zweiwöchigen Treffen donnerstags im Gebäude des ASTA (Alte Münze 12, 49074 Osnabrück) zu kommen.

Von rechts nach links :Alex,Julia, Esra ,Annemarie und Nergiz.Mit dabei,aber nicht abgebildet :Marina